14 Dez 2016

Ausflug zum Heidelberger Schloss

Wir, die Klasse 5A, waren am Dienstag, den 22.11.2016, im Heidelberger Schloss. Frau Eck, Frau Turnwald, Frau Galster und Herr Endler haben uns begleitet. Wir trafen uns an der Bushaltestelle in Walldorf und sind mit dem Bus zur Haltestelle „Bergbahn“ in Heidelberg gefahren.

 

 

Um zum Schloss zu kommen, muss man 333 Treppenstufen hochlaufen. Das war ziemlich anstrengend! Oben angekommen, hatten wir erst eine kleine Pause zum Essen, Trinken und Fotografieren. Nun wartete schon eine Frau auf uns, die für unsere Klasse eine Schlossführung zum Thema „Sagen“ machte.

Zuerst blieben wir an dem angebissenen Eisenring stehen, und die Frau hat uns die Geschichte von der Hexe und dem Ring erzählt.

Früher mussten die Leute, die abends noch ins Schloss wollten, mit dem dicken Klopfring an die Tür schlagen, um den Torwächter herbeizurufen. Der Wächter fragte immer. „Freund oder Feind?“ Die Sage berichtet, dass die Person, die den Ring durchbeißt, nicht nur das Schloss, sondern auch alle dort aufbewahrten Schätze und Herrlichkeiten erhält. Eines Tages kam eine Hexe und versuchte, den Ring durchzubeißen Vorher hatte sie im Wald verschiedene Kräuter probiert, um ihre Zähne zu kräftigen. Sie setzte mehrmals mit ihren scharfen Zähnen am Ring an. Die Leute, die drumherum standen, dachten schon, sie hätte es geschafft. Doch von ihrem Biss blieb nur die Spur im Ring, die man heute noch sehen kann.

 Die Frau konnte uns die Sage wirklich toll erzählen. Wir durften auch den tiefen Burggraben besichtigen. Dort lebten nämlich früher Löwen.

Wir gingen weiter und kamen zum ältesten Gebäude. Es heißt Ruprechtsbau. Über dem Eingangstor sieht man den Schlussstein. Darauf sind zwei kleine Engel mit Flügeln zu sehen. Sie halten einen Kranz mit fünf roten Rosen und einem geöffneten Zirkel in ihren Händen. Nun erzählte uns die Frau die Sage zu diesem Engelsbild.

Der Baumeister hatte zwei Söhne, sie waren Zwillinge. Die beiden durften auf der Baustelle spielen, sie waren nämlich schwindelfrei, und deshalb hat es ihnen ihr Vater erlaubt. Doch eines Tages stürzte einer der Zwillinge vom Gerüst in die Tiefe und riss seinen Bruder mit in den Tod. Der Vater war sehr traurig und konnte nicht mehr arbeiten. Da wurde König Ruprecht böse und ermahnte den Baumeister, dass er den Bau fertigstellen sollte. Im Traum erschienen dem Vater dann seine Zwillinge als Engel, die ihm den Rosenkranz zurückbrachten, den er jeden Morgen an ihrem Grab hinlegte. Die weißen Rosen hatten sich in rote Rosen der Liebe verwandelt. Der Baumeister hatte das Leben wieder gewonnen. Er meißelte seine Söhne als Engel, die einen Rosenkranz halten, in Stein und setzte in die Mitte des Kranzes einen Zirkel. Er ist ein Zeichen für seine Baukunst.

 Nun sind wir in das Schlossgebäude hineingegangen und haben uns alles angeguckt. Die tolle und wunderschöne Kapelle durften wir auch besichtigen. Sie war wirklich wunderschön. Danach schauten wir uns den großen Speisesaal an. Am Schluss erzählte uns die Frau noch die Sage vom Rittersprung am Friedrichsbau. In den Fußabdruck konnten wir alle mit unserem Schuh hineintreten. Vor dem Friedrichsbau gibt es einen Platz, von dem man eine herrliche Aussicht auf die Stadt Heidelberg hat. Wir haben viele Fotos gemacht! Auch unser Klassenfoto entstand dort.

Nun durften wir uns noch Karten und Andenken in einem kleinen Laden kaufen. Dann sind wir wieder zur Bergbahnstation runtergelaufen und mit dem Bus zurückgefahren. Der Ausflug machte viel Spaß. Ich würde Euch raten, auch mal ins Heidelberger Schloss zu gehen!

Lina Brechtel, Marie Egetoft, Arianna Mumber, Hennes Steinhauser, 5A

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